Generation Y – Wir brauchen mehr Vielfalt und weniger Schubladen

Erst einmal muss ich mich outen: Ja ich gehöre zu den Millenials oder auch Generation Y genannt (geboren zwischen 1981 und 1995), und Nein mein Arbeit muss nicht unbedingt Work-Life Balance gerecht und auch nicht dem Weltfrieden zuträglich sein! Warum? Weil ich vor allem Spaß an der Arbeit haben möchte. Wenn mir die Arbeit Spaß macht, dann vergesse ich schon mal mittags essen zu gehen. Für mich ist vor allem wichtig, dass ich etwas verändern kann und für meine Arbeit anerkannt werde. ABER, so wie mir geht es nicht jedem in meiner Generation Y. Da gibt es diejenigen für die ist Gehalt und Status das wichtigste. Ohne Dienstwagen würden die nicht einmal den spannendsten Job annehmen. Und dann gibt es noch Generation Yler, denen ist Spaß und Status egal, denn die wären froh wenn Sie mit ihrem Bachelor oder Ihrer Ausbildung überhaupt einen sicheren Job bekommen. Ich könnte jetzt noch 100 andere Beispiele aufzählen, aber ich denke der Punkt ist, die HR Welt versteift sich zu sehr auf Stereotypen, beim gewinnen, managen und binden von Millenials. So soll Arbeit Sinnstiften sein und eine Work-Life Balance soll eingehalten werden, aber wie wäre es mal mit Individualität und Flexibilität?

Generation YBUTTER BEI DIE FISCHER

Es gibt Unmengen von Artikeln und Studien zu dem Thema Führen und Managen von Generation Y. So werden Werte, wie Work-Life Balance oder sinnstiftende Arbeit zum Must-Have für Unternehmen auserkoren, die sich fit für die Generation Y machen wollen. Aber ist denn der Berufsanfänger und Studienabgänger so anders als die Kollegen mit 10 oder 20 Jahren Berufserfahrung? Ich denke die Frage ist falsch gestellt! Eigentlich müsste die Frage lauten, was ist denn bei einem heutigen 25jährig/n anders als bei einem 25jährigen in den 1980ger, oder 1970gern. Denn die meisten Unterschiede in den Wertvorstellungen heute sind durch simple Altersunterschiede erklärbar. Jean M. Twenge in seinem Buch „Generation Me“ hat sich genau mit dieser Frage auseinandergesetzt und herausgefunden, dass sich in den eigentlichen Werten der heranwachsenden Generation wenig geändert hat. Butter bei die Fische: Genauso wie die Generationen zuvor, kämpft Generation Y mit der existenziellen Sicherheit und ist bereit viel zu geben, um einen festen und sicheren Job zu bekommen. Generell gibt es Änderungen in der Einstellung zur Arbeit, aber alle anderen Merkmale sind nur wenig verändert.

ABER WAS IST DENN NUN ANDERS AN GENERATION Y

In einer Studie von SuccessFactors in Partnerschaft mit Oxford Economics konnte man herausfinden, dass die Berufsanfänger heute mehr Selbstvertrauen mitbringen. Aber nicht nur Selbstvertrauen, sondern auch mehr Angst und mehr Bedürfnis nach Anerkennung. Für mich erschließt sich daraus eins, wir sollten weniger in Stereotypen denken und uns auf das Wesentliche konzentrieren, nämlich auf die individuelle Person mit Ihren Stärken und Schwächen, sowie ihrem Potenzial. Der heutige Arbeitsmarkt ist vielfältiger als je zu vor und jeder Kandidat kann trotz unterschiedlichster Qualifikationen wesentlich zur Wertschöpfung im Unternehmen beitragen.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Generation Y nicht in eine Schublade gezwängt werden kann und aus meiner persönlichen Erfahrung auch gar nicht will. Hören Sie also auf Führungskräfte auf Stereotypen vorzubereiten, welche sie vielleicht nie zu Gesicht bekommen, und fangen Sie an ihr Unternehmen für mehr Vielfalt und Flexibilität fit zu machen.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Generation Y – Wir brauchen mehr Vielfalt und weniger Schubladen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s