Ausbildungsmarketing – Klasse statt Masse Teil 1

 

Die Zeit ist wieder reif, deutschlandweit schreiben Unternehmen ihre Ausbildungsstellen aus und hoffen darauf ihre eigenen Reihen mit den perfekten Fachkräften von morgen zu verstärken. Doch wie bei den normal zu besetzenden Stellen gibt es Einiges, was die Anzahl und Qualität der Bewerber beeinflusst. Wie jeder mittlerweile weiß, reicht es nicht mehr nur Ausbildungsplätze auszuschreiben und zu warten bis die Bewerbungen eintrudeln. Ein effektives Ausbildungsmarketing muss her, doch auch das muss gekonnt und geplant sein.

In 5 bis 10 Jahren gibt es kaum noch nachrückende Jugendliche, die eine Ausbildung machen wollen. All diejenigen, die bereit sind eine Ausbildung zu beginnen, interessieren sich nur noch für die 5 bekanntesten Berufe, wie Industriekaufmann/frau oder Kfz-MechatronikerIn. Die letzten bereiten Bewerber haben unrealistische Zukunftsaussichten und vor allem hohe Ansprüche an den Ausbildungsbetrieb, wie Verantwortung, Wertschätzung und eine sehr hohe Vergütung. Zu guter Letzt bringen viele potenzielle Bewerber immer weniger soziale aber auch fachliche Grundkenntnisse mit, da Schulen und zum Teil auch Eltern in der Vorbereitung auf die große weite Welt versagt haben. Hm, … dieses etwas schwarz gemalte Szenario hört sich gar nicht so unrealistisch an. Und genau mit diesen Herausforderungen haben Betriebe in der heutigen Berufsausbildung zu kämpfen. Im Klartext heißt das, es wird immer schwieriger die richtigen Auszubildende zu finden und für sich zu gewinnen. Deshalb macht ein effektives Ausbildungsmarketing Sinn. Denn es hat den Nutzen, die Kandidaten gezielter anzusprechen, welche potenziell zum Unternehmen passen könnten.

Die Personalmarketing-Agentur Junges Herz, welche sich auf Ausbildungsmarketing und
Studierendenmarketing spezialisiert hat, unterstützt Unternehmen eine für sie geeignete Ausbildungsmarketing-Strategie zu entwickeln und die richtigen Konzepte umzusetzen. logo agentur junges herzBemerkenswert finde ich allerdings, dass sie ein Handbuch für das Ausbildungsmarketing zur Verfügung stellen, wo sich jedes Unternehmen einfach und kostenlos Anregungen für Maßnahmen holen kann. Lassen Sie uns nun einmal herausfinden, ob das Handbuch etwas taugt.

Das Ausbildungshandbuch beschreibt zwei Grundausrichtungen, welche für das Ausbildungsmarketing wesentlich sind. Zum einen steht „Recruiting 2.0“, also die Bereitschaft sich digital weiterzuentwickeln und mit der technik-affinen Zielgruppe mitzuhalten, im Fokus des Handbuchs und zum anderen verweist die Agentur auf die Notwendigkeit effektiver Prozesse. Bevor es in die inhaltlich reiche Liste von Ausbildungsmarketing-Maßnahmen geht, kann ich der Agentur Junges Herz nur beipflichten, sich mit dem Thema ordentlich zu befassen und keine schnellen Schnellschuss-Maßnahmen loszutreten. Ausbildungsmarketing ist mehr, als auf Facebook Anzeigen zu schalten. Es geht im wesentlichen darum sich langfristig Gedanken zu machen, um auf die Zielgruppe und auf das eigene Budget abgestimmte Maßnahmen zu gestalten.

Inhaltlich möchte ich dem Handbuch jetzt nicht vorweg greifen, aber auch im AnalyseAusbildungsmarketing ist die richtige Ansprache der Zielgruppe ein wichtiger Bestandteil.  Jede Ausbildungsabteilung bzw. jedes Unternehmen sollte sich also folgende Fragen stellen:

 

  1. Wer bin ich? Für was stehe ich und wo will ich hin?

Nicht nur Bewerber sollten ihre Stärken/Schwächen und Ziele kennen! Heutzutage bewirbt sich ein Unternehmen auch bei ihren potenziellen Auszubildenden und sollte sich daher ebenfalls im Klaren sein, was es ausmacht.

  1. Wen möchte ich ansprechen?

Bevor ich als Unternehmen loslege, überlege ich mir wie eigentlich der ideale Kandidat für meine Stelle aussieht. Als Personaler gehe ich daher generell immer auf die Fachabteilungen zu und lasse mir den idealen Kandidaten beschreiben. Nicht selten passt dann die Beschreibung auf die „eierlegende Wollmilchsau“. Es ist dann die Aufgabe des HRlers zu klären, wo Kompromisse eingegangen werden können und welche Anforderungen an die Ausbildungsstelle wirklich gestellt werden sollten.

  1. Wie tickt meine Zielgruppe?

Kenne deine Zielgruppe, um deine Mittel effektiv einzusetzen. Nur wenn ich weiß, wie meine Zielgruppe beschaffen ist, was sie ausmacht und wie ich sie mit meinen Botschaften treffe, kann ich eine geeignete Ansprache gestalten.

  1. Wie viele Ressourcen habe ich zur Verfügung?

Ohne Aufwand geht es leider nicht! Ausbildungsmarketing kostet Geld und vor allem Zeit. Eine schlecht gepflegte Facebook-Seite kann beispielsweise mehr schaden als nutzen, nur weil sich die Verantwortlichen vorher nicht überlegt haben, wie viel tägliche Arbeitszeit zu einem guten Social Media Auftritt gehört . Überlegen sie also sorgfältig, wie viele Arbeitsstunden sie investieren können, wie viele finanzielle Mittel sie zur Verfügung haben, und welche Kenntnisse und Fähigkeiten sie benötigen.

  1. Welche lang- und kurzfristigen Maßnahmen sind geeignet, um ein für mich effektives Ausbildungsmarketing zu betreiben?

Hat man sich als Unternehmen nun selbst analysiert und ist sich über die wesentlichen Punkte, wie Stärken/Schwächen, Zielgruppen, Ressourcen im Klaren, kommt der Kern der Arbeit: Effektive Maßnahmen auswählen und so zu gestalten, dass Sie auf das Unternehmen und die Zielgruppe passen. Und hier setzt der zweite Teil des Ausbildungshandbuchs an.

Zum Teil 2: Ausbildungsmarketing – Klasse statt Masse

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ZWISCHENFAZIT:

Die ersten Seiten des Ausbildungshandbuchs machen Lust auf mehr! Das Handbuch begnügt sich nicht nur mit der Aufzählung blanker Maßnahmen, sondern verweist auf die Notwendigkeit Ausbildungsmarketing als Konzept zu betreiben und verschiedene Maßnahmen aufeinander abzustimmen. Ich bin nun gespannt, wie diese Maßnahmen ineinander greifen und umzusetzen sind.

Bis nächste Woche.

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